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Was ist ein „Trainings-Montage“ und warum wird es in Filmen immer verwendet?

Was ist ein „Trainings-Montage“, und warum wird sie in Filmen überall eingesetzt? In einem Film sehen wir häufig folgende Situation – die Hauptfigur muss eine Trainingsphase durchlaufen, um stärker zu werden. In der Montage verwendet man dann eine Reihe schnell wechselnder Einstellungen, um in wenigen Minuten ein Training darzustellen, das in Wirklichkeit mehrere Tage oder sogar Monate dauern würde. Diese Art der Montage nennt man Trainings-Montage.

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Was ist eine „Training-Montage“ und warum wird sie in Filmen so oft verwendet?

In einem Film sehen wir häufig folgende Situation: Die Hauptfigur muss ein Trainingsprogramm durchlaufen, um stärker zu werden. In der Montage wird dann eine Reihe von schnell geschnittenen Einstellungen verwendet, um in wenigen Minuten ein Training darzustellen, das in der Handlung mehrere Tage oder sogar Monate dauert. Diese Schnitttechnik nennt man Training-Montage.

Die Training-Montage ist heutzutage eine ausgereifte Schnittform im kommerziellen Kino. Sie beginnt mit den vorbereitenden Handlungen der Hauptfigur und endet damit, dass ein bestimmtes Ziel erreicht wird. Das berühmteste Beispiel dafür ist vermutlich die Montage in „Rocky“. Am häufigsten konzentriert sich die Training-Montage auf körperliches Training – etwa beim Boxen oder anderen ohnehin schon „heißen“ Stoffen. Der Fokus liegt auf dem Fortschritt auf dem Weg zum Ziel, was meist durch wiederholte Einstellungen umgesetzt wird. Formell zerlegt der Schnitt häufig die Aktionen einer Szene und montiert sie parallel mit anderen Szenen. Mit dem fortschreitenden Zeitablauf werden die Trainingsergebnisse allmählich sichtbar. Und selbstverständlich darf eine mitreißende, motivierende Musik dabei nicht fehlen.

Solche Montagen enden meist mit einer Art Sieg der Hauptfigur und bestätigen, dass sie für die bevorstehende Herausforderung bestens vorbereitet ist. In „Rocky“ etwa endet die Training-Montage mit einer Zeitlupe, in der der Protagonist die Arme siegreich in die Höhe reißt.

In gewisser Hinsicht sind diese Training-Montagen auch ein typisches Merkmal vieler klassischer Actionfilme der 1980er-Jahre. Häufig verhalfen sie einem Song oder Score zum Durchbruch. Die Band Goat veröffentlichte 2021 sogar eine Single mit demselben Titel als Hommage an solche Training-Montagen.

Schauen wir uns nun Varianten der Training-Montage an, zum Beispiel die Meister-Schüler-Montage – hier liegt der Fokus nicht mehr nur auf der Entwicklung einer einzelnen Figur. Während die Zeit vergeht, erleben wir auch, wie sich die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler verändert. Die Montage zeigt also nicht nur das Wachstum der Figuren in begrenzter Zeit, sondern verstärkt zugleich das emotionale Band zwischen den beiden. Eine weitere Variation ist die konfliktgeladene Helden-und-Schurken-Training-Montage. In manchen Filmen wird vor dem großen Finale nicht nur das Training des Helden verstärkt, sondern auch das des Gegners. Eine Training-Montage, die das jeweilige Vorbereitungsprogramm beider Figuren gegenüberstellt und vergleicht, ist zweifellos ein wirkungsvolles Mittel, um einen Höhepunkt für das finale Duell aufzubauen.

Ein gutes Beispiel ist „Creed II“. Dort wird mittels Training-Montage der Unterschied zwischen den Figuren herausgearbeitet. In dieser Passage wird stark mit Parallelmontage gearbeitet, und der Schnitt springt immer wieder zwischen mehreren Szenen hin und her, sodass das Publikum den Fortschritt der beiden direkt vergleichen kann. Die dramaturgische Logik dieser Training-Montage ist sehr klar: Zunächst zeigt der Schnitt die Unterschiede der beiden; Antagonist Viktor dominiert klar, während Creed deutlich im Hintertreffen ist. Dann verschärft Creed sein Training, wird immer stärker und schließt die Montage mit einem erfolgreichen Training ab – bereit für den entscheidenden Kampf.

Im Film ist die Abschnitts-Montage eine unverzichtbare Schnittform. Meist findet sich etwa nach einem Drittel oder nach zwei Dritteln der Handlung eine Montage, mit der Zeit und Plot verdichtet werden. Diese Abschnitts-Montagen sind im Grunde alles Varianten der Training-Montage, selbst wenn es nicht um Sport geht. Ein typisches Beispiel ist „The Social Network“: Obwohl der Film ein Hacker-Thema behandelt, ist die zentrale Passage im Kern ebenfalls eine Training-Montage. Der dazugehörige Track „In Motion“ war damals ebenfalls sehr bekannt. Auch in Filmen wie „Parasite“ stützt sich die formale Gestaltung solcher Sequenzen stark auf Parallelmontage und Musik.

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What is a “training montage,” and why is it used in so many movies? | VideoEditingTips